Unglücklich verliebt in ein reizloses Mädchen
M. ist unglücklich in ein Mädchen aus seiner Klasse verliebt. Vor einiger Zeit war er allein mit ihr (bei ihr, bei ihm), und es ist offenbar zu dem gekommen, was die BRAVO Petting nennt. Er bei ihr. Er sei leider nicht auf seine Kosten gekommen, schreibt er. Doch sie ist nicht in ihn verliebt. Wehrt seine Anträge mit einem "Ach M., was soll das denn..." ab, einer unmissverständlichen Formel des Desinteresses, die er auch wirklich versteht. Aber es hilft nichts.
Am letzten Wochenende hat er auf einer Party ein anderes Mädchen kennen gelernt. Sie ist zwei Jahre jünger als er, dreizehn - ein gewaltiger Abstand. "Wir haben keine gemeinsamen Interessen", schreibt er. Und entscheidet sich für die andere, die ihn nicht will. Es scheint ihm schlecht damit zu gehen. Er weiß auch nicht, was an ihr ist. Schickt ein Foto. "Sie spielt gerade übertriebene Überraschung für eine Foto Love Story à la BRAVO."
Hinter der Hand, die sie an den Mund schlägt, wirkt das Stück von ihrem offenen Mund, als müsse sie ein Gähnen unterdrücken. Die Augen und die Nase haben etwas Froschhaftes. Das Haar, die Farbe irgendetwas zwischen Blond und Braun, hängt dünn und glatt an den breiten Schläfen herab. Ein dickes grünes Tuch und ein unförmiger Wintermantel verdecken den Rest. Es war kalt an dem Tag.
Wenn ich jemals ein reizloses Mädchen gesehen habe, dann dieses. Aber meine erste Freundin? Ist die erste Liebe nicht noch zufälliger und in ihrem Zufall wirklich nichtssagender als alle späteren? (Es sei denn, man wartet lange mit dem Verlieben und die Welt lässt das zu.) Ist das einzig Folgerichtige an ihr nicht, dass sie passiert?
Ein Detail, das er in seiner ersten Beschreibung erwähnt hat, war ihr Geruch. Das verstehe ich wiederum gut. Das erste Mädchen, das man riecht, verfügt über eine magische Kraft.
Am letzten Wochenende hat er auf einer Party ein anderes Mädchen kennen gelernt. Sie ist zwei Jahre jünger als er, dreizehn - ein gewaltiger Abstand. "Wir haben keine gemeinsamen Interessen", schreibt er. Und entscheidet sich für die andere, die ihn nicht will. Es scheint ihm schlecht damit zu gehen. Er weiß auch nicht, was an ihr ist. Schickt ein Foto. "Sie spielt gerade übertriebene Überraschung für eine Foto Love Story à la BRAVO."
Hinter der Hand, die sie an den Mund schlägt, wirkt das Stück von ihrem offenen Mund, als müsse sie ein Gähnen unterdrücken. Die Augen und die Nase haben etwas Froschhaftes. Das Haar, die Farbe irgendetwas zwischen Blond und Braun, hängt dünn und glatt an den breiten Schläfen herab. Ein dickes grünes Tuch und ein unförmiger Wintermantel verdecken den Rest. Es war kalt an dem Tag.
Wenn ich jemals ein reizloses Mädchen gesehen habe, dann dieses. Aber meine erste Freundin? Ist die erste Liebe nicht noch zufälliger und in ihrem Zufall wirklich nichtssagender als alle späteren? (Es sei denn, man wartet lange mit dem Verlieben und die Welt lässt das zu.) Ist das einzig Folgerichtige an ihr nicht, dass sie passiert?
Ein Detail, das er in seiner ersten Beschreibung erwähnt hat, war ihr Geruch. Das verstehe ich wiederum gut. Das erste Mädchen, das man riecht, verfügt über eine magische Kraft.
wernurwer - 4. Feb, 22:37
